Die GEAS-Reform – Verschärfung in der europäischen Asylpolitik
- Datum
- Donnerstag, 12.02.2026
- Uhrzeit
- 18:00 - 19:30 Uhr
- Anmeldeschluss
- 09.02.2026
- Freie Plätze
- 29 /30
Ein Überblick über eine umstrittene Gesetzesänderung
Inhalte
Der Europäische Rat und das EU-Parlament haben im Jahr 2024 die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystem (GEAS) beschlossen. In den kommenden Jahren soll dadurch die europäische Asylpraxis deutlich verschärft werden. Die Umsetzung der GEAS-Reform in nationales Recht in Deutschland soll bis Mitte 2026 erfolgen. Über das sogenannte GEAS-Anpassungsgesetz wird gerade kontrovers diskutiert (Stand November 2025), nach der Verabschiedung ist es mit einschneidenden Veränderungen im Asylsystem zu rechnen. Dieses soll angeblich effizienter, schneller und solidarischer sein. Viele Kritiker*innen, wie etwa Menschenrechtsorganisationen oder Sozialverbände, befürchten jedoch gravierende Einschnitte bei Menschenrechten und dem Zugang zu Asyl.
Im Vortrag wirft der Referent einen kritischen Blick auf das neue GEAS und geht vor allem auf folgende Fragen ein:
- Wie sollen die neuen Screening- und Grenzverfahren ablaufen?
- Wie soll der sogenannte „Solidaritätsmechanismus“ zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten organisiert werden?
- Wie wirkt sich das neue System auf das individuelle Asylrecht und den Zugang zu einem fairen juristischen Verfahren aus?
- Mit welchen Folgen für Familiennachzug, Integration und Abschiebung ist zu rechnen?
Veranstalter
Interkulturelle Akademie der Diakonie München und Oberbayern
Zielgruppe
Freiwillig / ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe Engagierte aus der Region München und diejenigen, die ein Engagement planen.
Referenten
Dr. Marcus Engler ist Sozialwissenschaftler, Migrationsforscher und Berater. Er forscht am Deutschen Zentrum für Migrations- und Integrationsforschung (DeZIM) in Berlin.
Ort
Online-Workshop
Kosten
Die Veranstaltung wird durch das Sozialreferat der Landeshauptstadt München gefördert und ist für Ehrenamtliche kostenfrei.
Weitere Informationen
Bildquelle: istock, Fotograf: Stadtrate

