Hunger und Durst nach Gerechtigkeit

Schlüssel zu einer besseren Welt

Thorsten Nolting ist Pfarrer und Vorstandssprecher der Diakonie München und Oberbayern. Foto: Erol Gurian

Wenn man soziale Gerechtigkeit aus christlicher Sicht beleuchtet, ist das Wohlergehen der Anderen der Schlüssel zu einer besseren Welt.

Christlich gesprochen ist das Wohlergehen Anderer der Maßstab der Wertsetzungen und des Handelns aller. An die Würde eines jeden Menschen zu glauben, die Gott seinen Geschöpfen verliehen hat, motiviert aus diesem Blickwinkel zu handeln. Jesus hat in seiner Bergpredigt vom Hunger und Durst nach Gerechtigkeit gesprochen und diejenigen glücklich geschätzt, die die Energie haben, sich für eine Verbesserung der Lebensverhältnisse von Einzelnen und Gruppen einzusetzen.

Das zeigt sich im Engagement für eine gerechte Gesellschaft, wenn Menschen sich einbringen und sich dabei den gängigen Mustern von Eigennutz und Egoismus entgegenstellen. Das geschieht durch alle, die sich trotz Dauer-Kommunikationsrauschen, dem weit verbreiteten Konsumzombiismus und irritierenden Fake-News-Gewittern, weiterhin eine bessere Welt eines offenen Miteinanders, gleicher Lebensbedingungen und hoher Freiheitsgrade erhoffen und sich einsetzen, diese mit zu gestalten.

von: Thorsten Nolting