Statement zur Test-Pflicht für Kita-Kinder

"Umsetzung geht an der Realität vorbei"

Dreimal wöchentlich sollen Kita-Kinder ab dem 10. Januar auf Corona getestet werden. Foto: Pixabay/GreenvalleyPictures

Ab dem 10. Januar können Kinder in Bayern nur noch mit einem Test die Krippe oder den Kindergarten besuchen. Das hat das Kabinett am Dienstag beschlossen. Demnach müssen Kinder ab dem ersten Geburtstag dreimal wöchentlich negativ auf das Corona-Virus getestet werden. Aber was bedeutet das für Mitarbeitende und Eltern?

Die Diakonie München und Oberbayern begrüßt die Corona-Testpflicht für Kita-Kinder. Denn nur so kann im weiteren Verlauf der Pandemie das Betreuungsangebot für Kinder weiter offenbleiben, was für die Situation der Familien und für die Entwicklung der Kinder enorm wichtig ist.

"Die Umsetzung der Testplicht geht jedoch an der Realität unserer Kitas vorbei", erklärt die sozialpolitische Vorständin Andrea Betz. "Als diakonischer Träger von 19 Kitas in München und Oberbayern sehen wir einen hohen bürokratischen Aufwand auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kitas sowie auf die Eltern zukommen."

"Wir möchten, dass die Tests in den Kita-Alltag der Kinder integriert werden, genauso wie das in den Schulen der Fall ist, um allen Kindern den Kitabesuch zu ermöglichen. Vor allem liegt auf diese Weise die Verantwortung, ob die Kinder regelmäßig in die Kita kommen können, nicht nur beim Elternhaus."

Margit te Brake, Geschäftsbereichsleiterin Kindertagesbetreuung ist wichtig: "Wir fordern zusätzliches Personal, das die pädagogischen Fachkräfte bei der Durchführung der Tests entlastet."


Diakonie München und Oberbayern
Unternehmenskommunikation

Landshuter Allee 40
80637 München

T (089) 12 69 91 122