Inklusives Wohnen für Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung

Diakonie München und Oberbayern weiht Haus in Weilheim ein

Vertreter*innen aus Politik, Kirche und Diakonie bei der Einweihung des neuen Hauses.
Vertreter*innen aus Politik, Kirche und Diakonie bei der Einweihung des neuen Hauses. Foto: Diakonie München und Oberbayern

Die ersten Bewohner*innen mit schwerer und / oder mehrfacher Behinderung haben ihr neues Zuhause in Weilheim bezogen. Das neue Wohnangebot in der Geistbühelstraße setzt auf inklusives Wohnen in der Stadt.

Die Diakonie München und Oberbayern hat offiziell ihr neues Wohnprojekt in der Geistbühelstraße in Weilheim eingeweiht. Es richtet sich an Menschen mit schwerer und / oder mehrfacher Behinderung und verbindet individuelle Assistenz mit einem lebendigen Wohnumfeld. 

"Es ist schön, dass wir mit dem Neubau in Weilheim nun inklusiver werden", sagt Hans Rock, Vorstand der Diakonie München und Oberbayern. Ruth Connolly, Leiterin des Geschäftsbereichs Wohnen mit Assistenz, ergänzt: "Geschäfte und Cafés sind von der Geistbühelstraße aus in wenigen Minuten erreichbar. Das erleichtert natürlich die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben." 

Das Angebot richte sich an Menschen, die gerne zentral wohnen möchten. Rock: "Auch wer Unterstützung benötigt, soll selbst entscheiden können, wie und wo er oder sie leben möchte."

Das neue Wohnangebot ergänzt die bestehenden Einrichtungen im Diakoniedorf Herzogsägmühle und erweitert die Vielfalt der Wohnformen für Menschen mit Assistenzbedarf in der Region. 

Die ersten 18 Bewohner*innen sind bereits vor Kurzem von Herzogsägmühle nach Weilheim umgezogen. "Die Aufregung war schon groß", berichtet Connolly. Mittlerweile seien aber alle gut angekommen. Von Weilheim aus fahren die Bewohner*innen künftig mit dem Bus zur Förderstätte oder zu den Werkstätten im Diakoniedorf Herzogsägmühle.

Insgesamt verfügt das Haus über 24 Einzelzimmer mit eigener Nasszelle. Jeweils sechs Bewohner*innen leben in einer Wohngemeinschaft mit Gemeinschaftsraum und Pflegebad zusammen. Sie werden rund um die Uhr begleitet, auch nachts ist eine Nachtwache im Haus.

Die Diakonie schafft mit dem Projekt auch neue Arbeitsplätze für Fachkräfte. "Wir suchen derzeit noch Heilerziehungspfleger*innen und Erzieher*innen für unsere WGs", so Connolly, die sich über Bewerbungen freut. "Wenn das Team komplett ist, können wir auch alle Plätze in dem Haus belegen."


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