Preisverleihung 2021

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Karl-Buchrucker-Preis

Die Diakonie München und Oberbayern vergibt einmal im Jahr den Karl-Buchrucker-Preis für Veröffentlichungen, die sich in besonderer Weise mit sozialen und diakonischen Themen befassen. Ziel des Karl-Buchrucker-Preises ist es, den Stellenwert sozialer und diakonischer Arbeit in der Öffentlichkeit zu fördern. Daher zeichnet die Innere Mission mit diesem Preis Veröffentlichungen aus, die sich mit sozialen und diakonischen Themen beschäftigen und zu deren Diskussion anregen.

Beiträge

Eingereicht werden können neben journalistischen Beiträgen aus den Bereichen Print, Hörfunk, Fernsehen und dokumentarische Fotografie auch Video-Produktionen sowie journalistische Formen aus dem Internet. Ferner müssen alle eingereichten Beiträge einen Bezug zu München – dem Sitz der Inneren Mission – haben. Beiträge und Berichte über eigene Einrichtungen oder Dienste kann der Preisauslober bei der Bewerbung seriöserweise nicht akzeptieren.

Preise

Der Preis ist jährlich mit insgesamt 11.000 Euro dotiert. Neben dem mit 5.000 Euro dotierten Karl-Buchrucker-Preis gibt es einen Nachwuchspreis für junge Journalisten (Obergrenze Geburtsjahr 1987) sowie einen Themen-Preis (jeweils mit 3.000 Euro dotiert). Für diesen kommen Beiträge in Frage, die sich mit dem Merkel-Wort "Wir schaffen das" beschäftigen. Einerseits können so Erfolge der Integrationsleistung und des sozialen Engagements in der Bundesrepublik dokumentiert, andererseits aber auch noch bevorstehende Aufgaben benannt werden. Pfarrer Thorsten Nolting, Vorstand der Inneren Mission, wörtlich: "Wir merken in unserer Arbeit immer mehr, dass es sich hierbei nicht um einen Kurzstreckenlauf handelt, den man mit einem Sprint schnell schafft." Die Integrationsaufgabe gleiche vielmehr einem Marathonlauf, für den man "einen langen Atem und eine gute Kondition braucht und durch den sich unsere Gesellschaft im Ganzen verändert". Die Jury freut sich auf Berichte und Reportagen, in denen dies deutlich werde.

Jury

Die Jury besteht aus namhaften Experten aus den Bereichen Publizistik, Kunst, Kirche und Medien. Die Preisverleihung findet jeweils im März eines Jahres statt, um an die Gründung der Inneren Mission München am 23. März 1884 zu erinnern.

Diakonie München und Oberbayern
Unternehmenskommunikation

Landshuter Allee 40
80637 München

T (089) 12 69 91 122



Über den Namensgeber

Karl Buchrucker wurde am 19. November 1827 als Sohn eines Pfarrers in Kleinweisach geboren. 1873 wurde Buchrucker erster Pfarrer und Dekan in München. Am 23. März 1884 rief er den "Lokalausschuss der Inneren Mission" ins Leben. 1885 fand die erste offizielle Mitgliederversammlung des "Vereins für Innere Mission München" statt. Im selben Jahr wurde Buchrucker auch zum Oberkonsistorialrat ernannt. 1890 überreicht ihm Prinzregent Luitpold von Bayern das Ritterkreuz des Verdienstordens der Bayerischen Krone, verbunden mit dem persönlichen Adel.

1897 wurde ihm der Titel eines "Königlichen geheimen Rates" verliehen. Karl Buchrucker agierte als Organisationstalent und wichtige Integrationsfigur in der bayerischen Landeskirche. Es gelang ihm, die lokal begonnenen Werke verschiedener Traditionen und Konzeptionen innerhalb der Inneren Mission zu vereinigen, um "die Seelen vom Verderben zu erretten, so viele wir können". Er starb am 29. Januar 1899 in München.

Karl Buchrucker

Preisträger*innen, Schirmherr & Jury

2020

Hauptpreis

Anna Tillack für ihre Dokumentation "Die Bettler aus der Walachei – Bedürftige oder organisierte Bande?" (BR Fernsehen)

Themenpreis

Katrin Blum für ihre Reportage "Aus den Augen" (SZ-Magazin)

Nachwuchspreis

Franziska Grillmeier für ihren Artikel "Der verlorene Sohn" (Süddeutsche Zeitung)

2019

Hauptpreis

Christiane Hawranek und Nadine Ahr für ihren Radio-Beitrag und Print-Artikel "Die gefallenen Mädchen" (BR/Zeit-Magazin) und Philipp Mausshardt für seinen Artikel "Auf eigene Faust" (SZ-Magazin)

Themenpreis

Isabelle Hartmann für ihre Radio-Reportage "25 Jahre Lichtblick Hasenbergl"(Bayern2)

Nachwuchspreis

Theresa Hein für ihren Artikel "Was nicht passieren darf" (SZ-Magazin)

2018

Hauptpreis

Dr. Christina Berndt für ihr Portait "Paul sieht Rot" (SZ) und Till Cöster für seinen Dokumentarfilm "Super Friede Liebe Love" (ZDF)

Themenpreis

Katharina Hübel für ihre Reportage "Eltern ohne Rechte – das extreme Leben als Pflegefamilie" (Bayern 2)

Nachwuchspreis

Pia Ratzesberger für ihren Text "Lieber Gott, gib uns Platz" (SZ)

2017

Hauptpreis

Esther Bernstorff für ihr Drehbuch zum Spielfilm "Ein Teil von uns" (ARD/BR)

Themenpreis

Annabel Wahba für ihre Reportage "Unter einem Dach" (ZEITmagazin)

Nachwuchspreis

Abdul Basir Abid, Rania Mleihi, Ameen Nasir, Lamin Mane und Sulayman Jode für die Sendereihe "Messages of Refugees" (Bayern2)

2016

Hauptpreis

Ann-Kathrin Eckardt für ihr Essay "Gute Menschen" (Süddeutsche Zeitung) und Beate Greindl für ihre Fernsehreportage "Der Kommissar und seine Söhne" (BR-Lebenslinien)

Themenpreis

Wolfgang Kerler für seine Radio-Reportage "Milliongeschäft Asyl - Wer an den Flüchtlingen verdient" (BR-B5aktuell)

Förderpreis

Maria Gerhard für ihre Reportage "Familienglück auf Umwegen" (Münchner Merkur)

2015

Hauptpreis

Juliane Schiemenz für die Reportage "Alzheimer on the Road" (Reportagen)

Themenpreis

Johannes von Creytz für das Radio-Feature "Kein Recht auf Ehe" (BR-Notizbuch)

Themenpreis

Christine Ulrich für ihre Reportage "Ein ganzer Kontinent kommt" (Münchner Merkur)

Bernd Kastner für seine kontinuierliche und kritische Berichterstattung über die Flüchtlings-Thematik, zum Beispiel "Wir hübschen das Ganze für die Seele auf" und "Wie Gerüchte Angst machen" (Süddeutsche Zeitung).

2014

Hauptpreis

Sophie Rohrmeier für die Reportage "Vergittert" (Süddeutsche Zeitung)

Dr. Hans Holzhaider für die Reportage "Die beste Zeit des Lebens" (Süddeutsche Zeitung)

Weitere Preise

Marlene Halser für die Reportage "Das erste Hemd" (chrismon PLUS)

Eva Leitolf für die Fotoserie "Clearing" (ZEIT Magazin)

2013

Hauptpreis:

Karin Steinberger für die Reportage "Euer Elend kotzt mich an" (Süddeutsche Zeitung)

Weitere Preise

Elisabeth Mayer für den Film "Der hinkende Engel"

Lea Hampel für die Reportage "Herbergssuche" (chrismon)


2012

Hauptpreis

Susanne Kellermann, Josephine Ehlert und Wolfgang Cerny für den Kurzfilm "Die Zeit dazwischen"

Weitere Preise:

Mina Esfandiari für das Fotobuch "miyaneh - dazwischen"

Dr. Claus Hecking für die Reportage "Die Knastdozenten" (Financial Times Deutschland)

2011

Hauptpreis

Marc Haenecke, Susanne Petz und Harald Rumpf für den Fernsehfilm "Zwischen Welten – Vom Aufwachen in einem anderen Leben" (arte)

Weitere Preise

Birgit Lutz-Temsch für den Erfahrungsbericht "Am schlimmsten ist die Liebe" (Süddeutsche Zeitung)

Andreas Labes für das Fotobuch "100 Jahre Leben" (Deutsche Verlagsanstalt München)

2010

Hauptpreis

Marco Maurer und Daniel Etter für den Artikel "Sie weinte und tanzte weiter" (Süddeutsche Zeitung)

Weitere Preise

Michaela Handrek-Rehle für die Fotoreportage der Ausstellung "Einblicke – Augenblicke – Ausblicke"

Bastian Obermayer für die Reportage "Haus geträumt" (Süddeutsche Zeitung Magazin)

2009

Hauptpreis

Uli Kick für den Film "Klassenkampf" (Bayerisches Fernsehen)

Weitere Preise

Cathrin Kahlweit für die Reportage "Gefangen im Unaussprechlichen" (Süddeutsche Zeitung)

Doris Schleich für das Feature "Billige Betreuungskräfte? Aus dem Alltag einer Pflegemutter" (Bayern 2 Radio, Notizbuch)

2008

Hauptpreis

Caroline Wörmann für die Serie "Leben im Alter" (Münchner Merkur)

und Armin Geier für die Serie "Zukunft Alter" (tz)

Weitere Preise

Max Kronawitter für die Reportage "Sterbezeit ist Lebenszeit" (Bayerisches Fernsehen/ARD)

Farida Heuck für ihre Multimedia-Installation "Zertifikat Deutsch" (Galerie "Künstler BBK M¸nchen")

2007

Hauptpreis

Elisabeth Dostert für "Der Durchboxer" (Süddeutsche Zeitung)

Weitere Preise

Beate Schäfer für die Reportage "Unser Leben mit Markus – eine außergewöhnliche Pflegefamilie" (Bayerischer Rundfunk)

Ralph Gladitz für den Film "Wenn Elefant und Löwe den Bolero tanzen" (Bayerisches Fernsehen).

2006

Hauptpreis

Ariela Bogenberger für "Marias letzte Reise" (Bayerisches Fernsehen)

Weitere Preise

Tanja Rest für die Reportage "Aufsatz ist nicht unsere Stärke" (Süddeutsche Zeitung)

Erol Gurian für den Foto-Essay "Die Witwen von Srebrenica" (Zenith).

2005

Hauptpreis

Bernd Kastner für Sozialreportagen im Lokalteil (Süddeutsche Zeitung)

Weitere Preise

Uta Claus für den Film "Mein Schatz bleibt bei mir" (ZDF, 37 Grad)

Gerhard Born für die Evangelische Morgenfeier "Sparen muss sein – aber nicht an der Liebe" (Bayerischer Rundfunk).

2004

Hauptpreis

Redaktion "Das Notizbuch" des Bayerischen Rundfunks für "Menschen mit Behinderungen" (Bayerischer Rundfunk, B2)

Weitere Preise

Claudia Fromme für das Portrait "Die Berührbare" (Süddeutsche Zeitung)

Alexia Späth für "Ohne Pass und Papiere: Illegal in Deutschland" (Bayerisches Fernsehen).

2003

Hauptpreis

Rita Homfeldt für "Phönix aus der Asche - Autisten spielen Theater" (Bayerischer Rundfunk, B2)

Weitere Preise

Gabriela Sperl / Christian Wagner für den Spielfilm "ghettokids" (Bayerisches Fernsehen)

Christiane Tramitz für die Reportage "Zerrupfte Paradiesvögel" (Süddeutsche Zeitung)

2002

Hauptpreis

Gunther Franke für den Spielfilm "Ich verstehe, was du fühlst.
Über den Umgang mit alten verwirrten Menschen" (Bayerisches Fernsehen)

Weitere Preise

Nele Ströbel für die Installation "Sonnenhof" in der Kindertagesstätte Neuhausen

Santiago Sierra für die Video-Installation "Performances".

2001

Hauptpreis

Max Kronawitter für den Spielfilm "1000 Jahre möchte ich alt werden!" (Bayerisches Fernsehen)

Weitere Preise

Dorlies Landwehr für die Hörfunkreportage "Beistand im Knast – Seelsorge im Frauenstrafvollzug" (Bayerischer Rundfunk, B2)

Cécile Prinzbach für "Vaterbilder – Papa kann das auch!" (BISS)

Schirmherr

Dr. Roman Herzog (†)
Bundespräsident a. D (2001 bis 2017)

Mitglieder der Jury

Ulrich Brenner
Leiter Deutsche Journalistenschule München i. R. (seit 2007)

Prof. Johanna Haberer
Professur für Christliche Publizistik, Erlangen (seit 2001)

Dipl. Ing. Burkhard Hartmann
Mitglied des Aufsichtsrates, Diakonie München und Oberbayern (seit 2017)

Dr. Serafine Lindemann
Kuratorin für internationale Kunstprojekte (seit 2012)

Herlinde Koelbl
Fotografin und Filmemacherin (seit 2009)

Dr. Till Krause
Redakteur SZ-Magazin (seit 2014)

Mercedes Riederer
Chefredakteurin Hörfunk des Bayerischen Rundfunks i.R. (seit 2021)

Jürgen Schleifer Redakteur
Bayerisches Fernsehen (seit 2007)

Dr. Martin Bogdahn
Regionalbischof für München und Oberbayern i. R. (2001-2014)

Gile Haindl-Steiner
Vorsitzende des Fördervereins der Akademie der Bildenden Künste (2001 bis 2011)

Herbert Riehl-Heyse (†)
Leitender Redakteur Süddeutsche Zeitung (2001 bis 2003)

Prof. Thomas Zacharias Dekan i. R.
Akademie der Bildenden Künste, München (2001 bis 2005)

Bertie Klebe (†)
Innere Mission München (2001 bis 2006)

Hermann Unterstöger
Redakteur Süddeutsche Zeitung (2004 bis 2006)

Regina Schmeken
Fotografin Süddeutsche Zeitung (2006 bis 2008)

Johannes Geiger
Leitender Baudirektor i. R. (2001 bis 2016)

Marion Glück-Levi
Beauftragte für Bildungsprojekte beim BR (2001 bis 2020)


Der Weg zur Buchrucker-Preisverleihung 2021

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