Kinderneurologie-Hilfe München

Neue Sprechstunden-Angebote in Landsberg

Katalin Piechotta berät Familien, deren Kind von einer Gehirnverletzung betroffen ist. Foto: privat

Familien, deren Kind von einer Gehirnverletzung betroffen ist, stoßen ihn ihrem Umfeld häufig auf Unverständnis. Katalin Piechotta von der sozialpädagogischen Kinderneurologie-Hilfe München gibt Familien Orientierung und stärkt sie in ihrem Lebensalltag.

Manchmal kann ein einziger Augenblick das Leben einer ganzen Familie verändern: etwa, wenn sich ein Kind in Folge eines Unfalls eine Gehirnverletzung zuzieht. Kommt es zu einer Verletzung des Gehirns, so kann sich dieses je nach Schwere mehr oder weniger gut selbst reparieren. Auch Entzündungskrankheiten können mitunter zu Gehirnverletzungen führen.

Die Folgen können je nach Stärke oder Verletzungsstelle sehr unterschiedlich ausfallen. Möglich sind zum Beispiel Kopfschmerzen, Konzentrations- oder Gedächtnisprobleme. Bei Kindern und Jugendlichen fallen die Verletzungsfolgen bisweilen verspätet auf – zum Beispiel erst Monate nach einem Fahrradunfall.

"Gerade bei leichten oder mittelschweren Fällen ist die Störung für die Außenwelt nicht erkennbar. Familien, deren Kind von einer Gehirnverletzung betroffen ist, stoßen deshalb in ihrem Umfeld oft auf Unverständnis. Eltern werden zum Beispiel beschuldigt, ihr Kind falsch zu erziehen", erklärt Katalin Piechotta. Die Sozialpädagogin ist Beraterin bei der Kinderneurologie-Hilfe München.

Die Einrichtung der Diakonie München und Oberbayern unterstützt Familien bei der Orientierung. "Wir beraten selbst nicht medizinisch", macht Piechotta deutlich. "Zu uns können Familien mit und ohne Diagnose kommen. Wir vermitteln auch an Ärzt*innen, Kliniken oder das Sozialpädiatrische Zentrum, die dann eine Diagnose stellen und die Kinder medizinisch behandeln." Dazu gebe es unter anderem eine Kooperation mit der Concussion Clinic des Haunerschen Kinderspitals, die sich auf junge Patienten mit Gehirnerschütterung spezialisiert haben, die häufig missverstanden würden.

Ziel ihrer sozialpädagogischen Beratungsstelle ist es, betroffene Kinder, Jugendliche, Eltern und Geschwister zu stärken, und bei der Krisenbewältigung zu unterstützen, um den Lebensalltag den neuen Bedingungen anzupassen.

"Wir ermutigen Kinder, Jugendliche und ihre Eltern dazu, Expert*innen für die Störung zu werden. Sie kennen sich selbst am besten und wissen zum Beispiel, wann das Kind fünf Minuten zum Ausspannen braucht oder in welchen Situationen es überfordert ist und deshalb dazu neigt, auszurasten", sagt Piechotta. Gerade in der Schule gebe es zudem viele Möglichkeiten, Kinder zu entlasten, zum Beispiel durch einen Nachteilsausgleich.

Die Beraterin weiß auch, wie stressig der Alltag für betroffene Familien mitunter sein kann und wie groß der Aufwand ist, für die Beratung extra nach München zu fahren. Darum hat sie sich dazu entschlossen, nun auch Außensprechstunden in Landsberg anzubieten. Ab dem 27. September können Familien deshalb einmal im Monat zur Beratung in die FamilienOase kommen. Weitere Außensprechstunden in Freising und Ebersberg sind zudem in der Planung.

Was?
Neue Außensprechstunde der Kinderneurologie-Hilfe München in Landsberg

Wo?
FamilienOase, Waldheimer Straße 11, 86899 Landsberg am Lech

Wann?
Ab dem 27.9., 25.10. und 22.11. von 14 bis 18 Uhr

Eine Anmeldung ist unter oder T (089) 54 80 65 75 erforderlich. In dringenden Fällen ist auch eine Online- oder Telefonberatung möglich. Weitere Informationen: www.kinderneurologiehilfe-muenchen.de


Ansprechpartner*innen

Luise Dirscherl

Leitung Unternehmenskommunikation

T (089) 12 69 91 121
Christine Richter

Pressereferentin

T (089) 12 69 91 122
Dr. Petra Umlauf

Hilfe im Alter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/ Marketing

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