Diakonie Herzogsägmühle macht auf die Situation von wohnungslosen Menschen aufmerksam

Infostände zum Tag der Wohnungslosen

Wohnungslosen Menschen bilden bei einem Treffen in Herzogsägmühle gemeinsam ein Haus.

Oft geraten Menschen durch unverschuldete Schicksalsschläge wie dem Verlust ihrer Arbeit, Familienkonflikte oder gesundheitliche Probleme in die Wohnungslosigkeit. Die Diakonie Herzogsägmühle macht sich für ihre Interessen stark.

"Wohnungslosigkeit wird oft mit obdachlosen Menschen assoziiert, die in der Großstadt Platte machen. Tatsächlich ist das Thema viel komplexer und vielfältiger. Wohnungslosigkeit ist oft ein unsichtbares Phänomen – auch hier bei uns in eher ländlichen Regionen. Viele Menschen schämen sich dafür und versuchen daher nach außen zu verbergen, dass sie keine eigene Wohnung haben. Sie übernachten zum Beispiel bei Bekannten oder in Pensionen", erklärt Birgit Gutzeit, Leiterin der Regionalen Angebote des Geschäftsbereichs Menschen in besonderen Lebenslagen der Diakonie Herzogsägmühle.

Wie groß das Problem der Wohnungslosigkeit ist, zeigen die Zahlen des Statistischen Bundesamts. Allein in Bayern leben demnach 32.380 wohnungslose Menschen in einer kommunalen Notunterkunft oder Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe. Bundesweit wurden 372.000 Menschen erfasst. Die Dunkelziffer liegt weitaus höher, denn in dieser Statistik sind Menschen die auf der Straße leben oder bei Bekannten Unterschlupf finden gar nicht erfasst.

"Oft geraten Menschen durch unverschuldete Schicksalsschläge wie dem Verlust ihrer Arbeit, Familienkonflikte oder gesundheitliche Probleme in die Wohnungslosigkeit", so Gutzeit. Eigenbedarfskündigungen und fehlender bezahlbarer Wohnraum würden die Situation noch verschärfen – auch wenn Betroffene ein gesichertes Einkommen haben.

"Wohnungslosigkeit kann jeden treffen – unabhängig von Alter, Geschlecht oder sozialem Hintergrund", erklärt Gutzeit weiter.

Darum beteiligt sich die Diakonie Herzogsägmühle auch in diesem Jahr am bundesweiten Tag der Wohnungslosen. Mit Infoständen ist sie am 11. September in Schongau, Weilheim, Starnberg, Landsberg und Marktoberdorf präsent. Interessierte können zudem im Rahmen eines Tages der offenen Tür die Notunterkunft "Gasthaus Herzogsägmühle" kennenlernen.

"Wir wollen mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen und uns stark machen für die Interessen von Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht oder betroffen sind", so Gutzeit.

Über den Geschäftsbereich Menschen in besonderen Lebenslagen

Die Diakonie Herzogsägmühle bietet mit einem differenzierten Hilfeangebot in der Wohnungsnotfallhilfe an verschiedenen Orten in der Region wichtige Unterstützungsangebote. Dabei setzt sie vor allem auf Präventionsarbeit, um im Idealfall den Verlust der Wohnung zu verhindern oder passgenaue Hilfen für die Betroffenen zu vermitteln. Ziel ist es, wieder Stabilität in den Lebensalltag zu bringen und Perspektiven zu entwickeln. Dabei greift die Diakonie auf verschiedene stationäre Wohn- und Betreuungsangebote zurück, die entweder vorübergehend oder auch längerfristig individuelle Hilfestellung bieten.

Was?
Infostände zum Tag der Wohnungslosen

Wo und wann?

Schongau: Marienplatz von 12 Uhr bis 14 Uhr Weilheim: Marienplatz von 12 Uhr bis 14 Uhr Starnberg: Kirchplatz von 12 Uhr bis 14 Uhr Landsberg: Hauptplatz von 12 Uhr bis 14 Uhr Marktoberdorf: Marktplatz von 12 Uhr bis 14 Uhr

Was?

Tag der Offenen Tür in der Notunterkunft „Gasthaus Herzogsägmühle“

Wo und wann?

Unteroblandstraße 1, 86971 Peiting-Herzogsägmühle, 10 bis 13 Uhr für interessierte Bürgerinnen und Bürger der Region 15 bis 18 Uhr für geladene Gäste


Ansprechpartner

Christine Richter

Pressesprecherin

T (089) 12 69 91 122