"Menschen ohne Obdach sind Teil unserer Stadtgesellschaft"

Zur Situation obdachloser Menschen im Münchner Bahnhofsviertel

Streetworker unterwegs in München
Streetworker*innen unterwegs in München. Foto: Diakonie München und Oberbayern

Andrea Betz, Vorstandssprecherin Diakonie München und Oberbayern zur Situation obdachloser Menschen im Münchner Bahnhofsviertel:

"Menschen ohne Obdach sind Teil unserer Stadtgesellschaft. Ihre offensichtliche Armut auf unseren Straßen zu sehen, ist oft schwer auszuhalten. Wer sich aber friedfertig verhält und andere und sich selbst nicht in Gefahr bringt, darf aus dem öffentlichen Raum nicht einfach vertrieben werden. Die Entscheidung einen Platz zu räumen, wird daher in München sehr verantwortungsvoll getroffen.

In München muss niemand auf der Straße schlafen, denn es gibt neben einem ausdifferenzierten Angebot an Hilfeeinrichtungen und Unterkünften auch noch den Übernachtungsschutz mit ausreichend Kapazität. Die Gründe, warum Menschen dennoch auf der Straße leben, sind sehr individuell. Unsere Streetworker*innen suchen die Menschen daher direkt an ihren Plätzen auf, schaffen Vertrauen, informieren über die Angebote der Wohnungslosenhilfe in München wie den Übernachtungsschutz und suchen mit ihnen Wege aus der Obdachlosigkeit. Um eine langfristige Beziehungsarbeit in der Streetwork zu ermöglichen, ist es für uns wichtig, die obdachlosen Menschen im öffentlichen Raum zu erreichen. Daher machen wir uns dafür stark, dass die bekannten Schlafplätze nur in Not- und Einzelfällen geräumt werden."


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