Reformdebatte um Pflegeversicherung

"Pflege darf kein Armutsrisiko sein"

Ältere Hände greifen in die Hände einer Pflegeperson
Die Diakonie München und Oberbayern fordert eine solidarische Pflegefinanzierung. Foto: Hilfe im Alter/Michaela Stache

Andrea Betz, Vorstandssprecherin Diakonie München und Oberbayern, zur Debatte um eine Reform der Pflegeversicherung:

"Die Pflegeversicherung muss reformiert werden, aber die Pläne aus dem Gesundheitsministerium zeigen in die falsche Richtung. Die Vorschläge wälzen zusätzliche Lasten auf Menschen ab, die schon jetzt häufig an und über ihre Grenzen gehen müssen: pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen. Pflege darf kein Armutsrisiko sein. Wir müssen die Pflege endlich solidarisch finanzieren, zum Beispiel durch den Sockel-Spitze-Tausch. Diese Pflegefinanzierung deckelt den Eigenanteil Pflegebedürftiger, um sie vor Armut zu schützen: Die Versicherten übernehmen nur einen fixen Betrag (den Sockel), während die Pflegeversicherung die darüberhinausgehenden, oft unkalkulierbaren Kosten (die Spitze) trägt."


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